Als ich einmal beim Arzt war

Ich bin krank.

Ich schreibe und spreche darüber, weil das Virus um welches es geht, zwar weit verbreitet, aber kaum bekannt ist.
Und natürlich wegen dem Ding mit der Verarbeitung.

HPV

In mir wirken HPV – Humane Papillomviren.
Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde das Virus vor einigen Jahren, als erste Impfstoffe für junge Frauen und Mädchen von der Pharmaindustrie propagiert wurden.

Mit Marketingmaßnahmen an Schulen und in den Medien wurden „verantwortungsvolle Mütter“ aufgerufen, 480€ in eine Impfung zu investieren, die ihre Töchter vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll.

Klingt ja super! Impfungen! Fortschritt! Super Medizinversorgung!

Tatsächlich schützt die Impfung mit dem Wirkstoff Gardasil®  nur vor ca. 4 der rund 118 (!) HPV-Typen.

HP Viren treten als „Low“ und als „Highrisk“ Typen auf. Hochrisiko-Typen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.
Die WHO (World Health Organisation) hat 13 der Highrisk-Typen offiziell als krebserregend eingestuft. Niedrigrisiko Typen verursachen beispielsweise Genitalwarzen.
Oft wird eine Infektion nicht bemerkt. Dabei infizieren sich 80-90% der sexuell aktiven Frauen ein- oder mehrmals in ihrem Leben (oft unbewusst) mit den HPV.

Statistische Zahlen zu den Infektionsraten bei Männern gibt es nicht (!!). Dies liegt darin begründet, dass es keinerlei Vorsorgeuntersuchungen, ja nicht einmal einen Test für Männer gibt. (Edited: Danke, ploerre)

Die Viren bleiben oft über Jahre inaktiv. Eine Infektion mit einen oder mehreren Typen heilt häufig innerhalb von Monaten bis hin zu anderthalb Jahren ab.

Dennoch ist HPV für 10-15% aller Krebserkrankungen verantwortlich.

Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung (und dritthäufigste Krebstodesursache) bei Frauen.
Jährlich erkranken in Deutschland ca. 6.000 Frauen neu an einem Zervixkarzinom. Etwa 1/3 der Frauen stirbt an der Erkrankung.

Im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms, der für Frauen ab 20 Jahren von der Krankenkasse getragen wird, wird vom Gynäkologen der PAP-Test angewendet.
Dieser kann einen HP-Virenbefall nachweisen, lässt jedoch keine Rückschlüsse auf den Typ (High/lowrisk) zu.

In der Regel wird der Test bei positivem Befund in kurzen Abständen (3-6 Monate) wiederholt. Um Rückschlüsse auf verändertes Gewebe zu erhalten, werden Abstriche und Gewebeproben (Kolposkopie) zur weiteren Diagnostik angewendet.

Zellen, die eine Gebärmutterhalskrebsvorstufe darstellen, können durch verschiedene kleine, operative Maßnahmen (Laservaporisation, Konisation) entfernt werden. Dabei wird die Gebärmutter in der Regel ausgeschabt, um eventuelle Streuungen zu entfernen.
Aus dem veränderten Gewebe entsteht ohne Behandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit Krebs. Dieser ist dann „amtlich“, sobald tiefere Gewebeschichten (als nur die Schleimhaut) betroffen sind.

Behandlungsmöglichkeiten sind Bestrahlung, Chemotherapie und die Entfernung der Gebärmutter.

Ich und die Krankheit

Von der Infektion mit ca. 30 HP-Typen (low & highrisk) weiß ich seit Ende 2010. Seitdem bin ich in 3 monatigen Abständen unter engmaschiger Kontrolle.
Im Sommer 2011 wurde mutiertes Gewebe unter Vollnarkose mittels Laservaporisation verödet.

„Es entwickeln sich nur bei 2 bis 8 Prozent der HPV-infizierten Frauen Zellveränderungen, die ein Vorstadium für eine Krebserkrankung darstellen.“ 

I am the 2-8%.

tweet

 

Jetzt sind da wiederholt veränderte Zellen. Und Warten auf Testergebnisse. Behandlungspläne. Ruhig bleiben. „Es angehen“.

Und vor allem sind da Fragen:

Darf ich überhaupt noch Sex haben? Kann ich das verantworten? Menschen anfassen?
Muss ich wieder in den OP? Wie oft? Warum ist in Krankenhäusern alles so scheiße?
Wieso ich? Darf ich mich das fragen, oder ist das vermessen, dekadent, jammern auf hohem Niveau?
Woher kommt der Virus? Wieso geht er nicht weg?
Was bedeutet es für mich, eine Gebärmutter zu haben/vielleicht zu verlieren? Krank sein?
Kann ich noch Kinder bekommen? Will ich das überhaupt?
Sterbe ich? Werde ich wieder gesund? Wie lange wird der Weg sein?
Wie macht man das mit dem „Vertrauen in die Zukunft“?
Spricht man über sowas? Ist das nicht TMI?
Verschwindet die Infektion vielleicht einfach von alleine und „Alles wird gut™“?

Macht regelmäßige STD-Tests. Benutzt Kondome. Macht Früherkennungstests. Geht zur Krebsvorsorgeuntersuchung. Sprecht mit euren Partnern. Und über HPV.
Nichts davon kann eine Infektion verhindern, aber den Virus eindämmen.

 

 

Update, 05.06.12:
Das HP-Virus ist bei mir nach dem letzten Test erstmals seit 2010 inaktiv, also nicht nachweisbar. Das bedeutet auch, dass ich momentan nicht ansteckend bin. Das ist ziemlich schön und ich kann das noch kaum fassen. Des Weiteren stehe ich akut vor der Entscheidung, die veränderten Zellen erneut operativ entfernen zu lassen oder weiter abzuwarten.

Update, 09.10.12:
Die veränderten Zellen sind immer noch da. Ich habe mich daher für eine erneute OP entschieden. Alternativ hätte ich bis Anfang des Jahres weiter abwarten können. Nachdem mein aktueller Arbeitsvertrag ausläuft, habe ich mich entschlossen, beides nicht zusammen fallen zu lassen. Am 09.11. wird eine ambulante Konisation via elektrischer Schlinge mit anschließender Ausschabung durchgeführt. Diesmal kann ich dann also nicht mit cooler Lasertechnologie angeben.

Weiterführende Informationen

HPV & Gebärmutterhalskrebs
http://www.zervita.de/
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HPV/Papillomaviren.html
http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/frueherkennung/zervix-frueherkennung.php

Spezial-Spezialisten
http://www.dysplasiezentren.de/pages/zentren-und-sprechstunden.php

25 thoughts on Als ich einmal beim Arzt war

  1. Es ist nicht TMI und ich will nicht, dass du stirbst!
    Ich drück dir die Daumen, dass der Krebs sich gar nicht erst groß ausbreiten wird.

    Und ein ganz dicker Respektpunkt, dass du am Ende des Posts noch Ratschläge für andere schreiben kannst!

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  2. Da muss ich (auch als Junge) mich natürlich fragen, warum gibt es keine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung für Männer, wenn sich so viele anstecken, selbst wenn es für Männer ungefährlich (?) ist. Dadurch gefährden sie doch (unwissend) die Frauen, mit denen sie ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. (Oder habe ich da etwas falsch verstanden?)
    Außerdem finde ich es klasse, dass du den Mumm hast, über deine Krankheit zu schreiben und so Leute auf das Thema aufmerksam zu machen. Viel Glück und gute Besserung! 🙂

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    1. warum gibt es keine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung für Männer, wenn sich so viele anstecken, selbst wenn es für Männer ungefährlich (?) ist. Dadurch gefährden sie doch (unwissend) die Frauen, mit denen sie ungeschützten Geschlechtsverkehr haben.

      Genau das. #weshalbichbloggte

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    2. Es gibt überhaupt keinen Test für Männer. http://www.hpv-test.de/about-hpv/faqs-for-men/#Is-there-an-HPV-test-for-men Also nicht einmal die freiwillige Möglichkeit.
      Keine Anektdote am Rande: Im Zuge der Verfestigung einer Beziehung ging ich letztes Jahr zum Urologen mit dem Anliegen, mich allumfassend auf sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen.
      In meiner Naivität hielt ich das für ein selbstverständliches Standardritual (ich glaubte mich zu erinnern, das auch schon 2-3 mal gemacht zu haben)
      Der Arzt fragte mich „HIV-Test, oder?“ Ich: „Nein, ALLES.“ Er: „Wie alles?“ Ich: „Na Alles halt.. keine Ahnung, brauchen Sie ’ne Liste?! Soll ich mal eben im Internet kucken? Wofür brauch‘ ich Sie dann überhaupt noch?“
      Als ich spürbar aufbrausend wurde, lenkte er ein und gab zu, mit dieser Frage VOLLKOMMEN überfordert zu sein. Das habe ihn noch nie (!) jemand gefragt in den 30 Jahren Dienstzeit. Er müsse da erstmal jemanden anrufen.. er hätte da einen Kollegen in Erlangen, der sei Sexologe. (Kein Witz!)
      Bevor er sich vollends blamieren mußte, hat er dann doch nochmal seine Arzthelferinnen gefragt.. die hatten natürlich sofort den großen Standardtest in der Hand, wo alle möglichen Krankheiten für 109,- Euro Eigenleistung abgedeckt waren.
      HPV war natürlich nicht dabei.

      Aus der Geschichte habe ich gelernt, wie wenig Promille der Männer sich überhaupt testen lassen. Ich habe dann mal so im Freundeskreis nachgebohrt: fast keiner. Kinder der 80er denken maximal an AIDS und dabei bleibt es aber auch mit dem Denken.

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      1. Ich dachte mir auch mal, ich sollte mich regelmäßig auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen. Ich habe dazu bei der http://www.aidsberatung.de/ nachgefragt, in welchen Abständen welche Tests zu empfehlen seien. Als Antwort habe ich vor allem Textbausteine bekommen, die nicht auf meine Frage eingingen, sondern einfach nochmal wiederholten, was eh schon jeder über AIDS weiß. Nachdem ich 4x nachgefragt hatte, meinten sie, es gäbe da keine allgemeinen Empfehlungen. Ich könnte mich auf HIV, Hepatitis A und B, Tripper, Chlamydien und Syphilis testen lassen. Wann diese Tests sinnvoll sein könnten, blieb aber offen.

        Was ist denn dieser „große Standardtest“? Wahrscheinlich würden sich mehr Männer testen lassen, wenn es eine sinnvolle Empfehlung und Vorgehensweise geben würde.

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        1. Das war ein kopiertes DIN A4 Blatt mit diversen Krankheiten angekreuzt.. Alle von Dir genannten + noch ein paar mehr. Sie meinten, das sei der alles gängige umfassende Test. HIV, Gonorrhoe, Khlamydien, Syph, Hep A-C und noch ein paar (habs vergessen)
          HPV war explizit nicht dabei, wie gesagt. Blutabnahme und Laborbefund 1 Woche später.

          Das Thema ist echt so fürchterlich; manchmal kann ich gar nicht glauben, daß wir in einer der medizinisch aufgeklärtesten und ach so aufgefangensten Gesellschaften leben.

          Auch daß es so viel kostet und nicht einfach zu einer abgedeckten Routineuntersuchung gehört. Man könnte doch sogar Anreize schaffen, indem man z.B. für 2x Test pro Jahr mit den Beiträgen runter geht. Schließlich entlastet man als gesund bleibender Mensch ja auch die Kassen.
          109,- Euro kann sich schließlich nicht jeder mal so alle halbe Jahre aus dem Ärmel schütteln.. gerade als jugendlicher Mensch.

          Kostet das bei Frauen auch, oder ist das da in der Vorsorgeuntersuchung mit dabei?

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          1. Allgemeine „große“ STD-Tests kosten auch für Frauen – Preise variieren stark, am besten wendet man sich hier an seine örtliche Aids-Beratungsstelle, die wesentlich günstiger anbieten, als z.B. ein Allgemeinarzt.

            Nur für Frauen ab 20 Jahren ist der Pap-Test kassenfinanziert.

    3. Weil wir noch in einer Demokratie leben und sowas in solcher nicht mit Zwang durchsetzbar ist.

      Zum Glück.

      Beim Themna Impfen bin ich irgendwie sehr empfindlich.

      Vor allem wenn noch Zwang dazu kommen sollte.

      Die Diskussion gabs ja schonmal bei der „Schweinegrippe“.

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      1. Pff – unsere Demokratie zwingt Leute zum Arbeiten, zum Nichtrauchen, verbieten das Tanzen und den Universitätsbesuch ohne das nötige Einkommen. Gerade im Gesundheitsbereich werden manche Entscheidungen, welche Ärzt*innen wir besuchen sollen und in welchen Zeitabständen vor allem für die ärmeren Menschen attraktiv gemacht, weil dann Beiträge, der Zahnersatz später oder sonst was schlicht und einfach weniger kostet. Ist das Zwang?
        Keine Angst, eine Spritze wird dir gegen deinen Willen nur gegeben, wenn du den nicht mehr selbst ausdrücken kannst oder du als gefährlich erklärt wirst und ruhig gestellt werden musst. Aber hier geht es ja nicht um Zwangsimpfungen, sondern um gesundheitliche Aufklärung.

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  3. Ich findes großartig und mutig, dass du darüber geschrieben hast. Krankheiten sind in unserer Gesellschaft immer noch ein markel und ein Tabu über das man lieber nicht spricht, erst recht wenn es sich um sexuell übertragbare Krankheiten handelt.
    Ich hoffe du bringst einige Menschen zum nachdenken. Ich für meinen Teil, habe mir gerade einen Termin bei meinem Frauenarzt geholt.
    Vielen Dank für den Gedankenanstoß und deine Offenheit.
    *ganzvielflauschfürdich*

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  4. Hi. Das für Männer kein HPV Test existiert ist ärgerlich, aber leider nachvollziehbar. Im Gegensatz zu Frauen (Frauenarzt) gehen Männer nicht regelmäßig zum Arzt. Ohne Arztkontakt auch keine Möglichkeit zu solchen Präventionsmaßnahmen. Daher kein großer Markt daher keine Forschung in diese Richtung. :-/

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    1. Ja, Flo, einerseits gibt es eine Tendenz, normale, gesunde, weibliche Körperfunktionen zu pathologisieren (erster Frauenarztbesuch mit der ersten Regel, danach Pille gegen Fruchtbarkeit und nebenbei gegen Libido, Hormone gegen Wechseljahre, und entsprechend alle paar Monate wegen Rezepten zum Arzt), andererseits keine Prävention für Männer. Statt den biologischen Nachteil, dass die meisten Risiken bei STDs bei der Frau „hängenbleiben“, durch eine gerechtere Vorsorge auszugleichen (es gibt Ärzte, die eine HPV-Impfung für Jungs, als Überträger der Krankheit, fordern, statt für Mädchen!) unterstützt die Pharmaindustrie durch Alleinbehandlung der Frauen den Mißstand weiter. (Same thing wie bei der Pille für den Mann, deren Erforschung vor einigen Jahren eingestellt wurde.)

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      1. Naja alles auf die Jungs abzuwälzen ist zu einfach.

        Schliesslich haben sie es sich vorher bei einer anderen Frau geholt(sofern hetero).

        Sie haben halt den Vorteil das es bei ihnen nichts auslöst.

        Cest la vie.

        Ich sehe nicht ein mich gegen Sachen zu impfen die mir keinen Vorteil bringen aber mir vielleicht schaden. Ich traue den Impfungen nicht.

        Ich lehne Impfungen sowieso generell ab.

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        1. Ob du dich impfen lassen willst oder nicht, ist eine Sache.
          Aber ich weiß ja nicht, ob ich verantworten könnte, als (wissentlicher) Überträger jemand anders anzustecken, sei es eine Frau oder einen Mann. Selbst wenn sich die „Krankheit“ bei mir nicht zeigt, so ist es doch immer noch eine Krankheit, und ich weiß nicht, wie sie sich bei anderen Menschen auswirken wird. Die moralische Grenze ist da auf jeden Fall schon lange überschritten.

          Und „schließlich haben sie es sich bei einer Frau geholt“… damit wälzt du wieder nur alles auf die Frau ab, was genau so ungerecht ist (und überhaupt ist die These an sich schonmal falsch, es gibt andere Wege, sich zu infizieren).

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  5. hpv ist übrigens auch ein großer mitverursacher von einem penis / anus-karzinom, mundkrebs, (die jedoch deutlich seltener sind als gebärmutterkrebs) … -durch safersex auch nicht komplett vermeidbar, das risiko nur reduzierbar.

    das es bei der [vor|nach]sorge wieder die frauen trifft… scheiße. 🙁

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  6. Das ist ein sehr wichtiges Thema und es kotzt an, dass viele es für nicht öffentlichkeitstauglich halten. Mich hat vor einigen Tagen ein 30jähriger Mann gefragt, ob es denn überhaupt „so was wie nen Frauenarzt“ für Männer gebe. Das ist erschreckend, und die Tatsache, dass die Mädels aus meinem Freundeskreis ziemlich schludrig mit Gynäkologenbesuchen sind, ebenso. Sexuell übertragbare Krankheiten gehen jeden an, der an diesem Sex beteiligt ist und jeder sollte Verantwortung übernehmen.
    Danke für den Post Anti, ich hoffe sehr, dass du Antworten auf deine Fragen findest und dass es dir besser gehen wird!

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  7. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Flashmob für Pussy Riot, die Zustände in Altenheimen und Größe 36 – die Themen der Blogschau

  8. Ach Mensch, ich hab’s genau wie Du erlebt, high risk HPV mit Dysplasien, zwei OPs, von denen die letzte Gott sei Dank erfolgreich war und mich geheilt hat…
    Zwei Sachen: 1. Grübel bloß nicht zuviel über die blöden Viren, lass‘ Dir von denen nicht – wie es bei mir leider war – etliche junge Jahre „versauen“. 2. Das wird wieder! Garantiert. 🙂
    Ich wünsch‘ Dir ganz viel Kraft und wie gesagt: Kümmer‘ Dich um Dich und nicht um die Viren!

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  9. Hej,

    ich finde es sehr gut, dass Du darüber schreibst. Ich lebe seit 2009 damit. Der Virus ist immer noch da, meine Pap-Werte sind aber wieder besser geworden, es musste noch nicht operiert werden. Leider trifft die Aussage, dass der Virus spätestens innerhalb von 1 1/2 bis 2 Jahren ausheilt, nicht immer zu, auch in meinem Fall nicht. Meine Kontrolltermine, die in den ersten zwei Jahren in einem 3-Monatszeitraum stattfanden, sind durch die Besserung der Pap-Werte jetzt wieder auf halbjährliche Termine reduziert worden. Ich finde es auch sehr schade, dass die Krankenkasse nur einen jährlichen HPV-Test bezahlt, und auch dann nur, wenn man bereits betroffen ist. Möchte man sich öfter testen lassen, müssen die Kosten selbst getragen werden.
    Ich finde es auch schade, dass außer in Bezug auf HIV viel zu wenig über Geschlechtskrankheiten aufgeklärt wird, auch seitens der Gynäkologen. Im Zuge der HIV-Kampagnen hat man den Eindruck vermittelt bekommen, dass man mit Kondom geschützt sei. Das das aber nicht ausreichende ist, da unter anderem HP-Viren auch durch Oralverkehr übertragen werden, wird einem erst bewusst, wenn man bereits betroffen ist. Und warum sind Männer in Hinblick auf Vorsorge so unterversorgt?

    Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder gesund bist.

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    1. „Und warum sind Männer in Hinblick auf Vorsorge so unterversorgt“

      Frag den Gesetzgeber bzw. die Krankenkassen.

      Ich als Mann bekomme ja z.B. keine regelmäßige Hodenkrebsuntersuchung bezahlt analog zur Brustkrebsuntersuchung.

      Es ist natürlich auch teilweise die Schuld der Männer weil sie nicht genügend fordernt sind in der Sache.

      Fraglich ob sowas auch angenommen werden würde.

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  10. Ich als Mann habe ja einen Penis und werde deshalb schließlich auch diskriminiert!!11

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  11. Uff. Okay. Wie du weißt, bin ich nur selten feinfühlig. (Aber ich werde ziemlich aggressiv, wenn man nicht einfühlsam mit mir umspringt.)
    Ich versuch’s mal mit gut durchdachten Ratschlägen eines Werbers: Kannst du diese Geschichte, in der es mitunter ja auch um hemmungslosen, vorehelichen, ungeschützten Sex geht, mit viel Marketing-Tamm-Tamm an beispielsweise kath.net verkaufen? Sollen sie deinen geschundenen Leib mit den Geldern aus Kirchensteuern vollpumpen, dir die bestmögliche Behandlung zukommen lassen, die sonst nur Reichen zusteht. Du treibst damit zwar den Teufel mit dem Beelzebub aus, schlägst aber auch zwei Fliegen mit einer Klappe: Dein Virenscanner wird auf Pro-Version upgegradet und du wirst später als Heilige von jeglicher Sünde freigesprochen!

    (<3)

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  12. Pingback: Gebärmutterschnupfen | me, myself and child

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