DIY – Löten lernen

Auf dem 29C3 habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben einen Lötkolben in der Hand gehalten. Erstmals habe ich auf dem CCCamp meine r0ket mit zwei LEDs gemoddet:

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Auf dem Congress habe ich mir dann spontan einen Hacklace Bausatz besorgt und ihn mit erstaunlich wenig Hilfe (Danke <3) und Nachbesserungen auch zum Laufen bekommen. Das war nicht nur ein ziemlich tolles und motivierendes Gefühl, vor allem hat mich die Arbeit mit meinen Händen tiefenentspannt und ich will mehr davon.

Auf einen Workshop auf dem Congress hatte ich zwar eigentlich viel Lust, der war aber so voll, dass alle Plätze in der Hardware-Hacking-Area belegt waren. Also hab ich beschlossen, das autodidaktisch anzugehen.

Zunächst habe ich mir eine Lötausrüstung für Anfängerbedürfnisse zugelegt, bestehend aus:

  • Lötstation
  • Lötzinn
  • Helfende Hand
  • Entlötpumpe
  • Multimeter
  • Spitzzange
  • Seitenschneider

Hier ein offener Reichelt-Warenkorb (Vielen Dank an Jonas)

So, nun zum Praktischen. Ich bin absolut begeistert von der Dokumentation eines Löten-lern-Workshops vom Raumzeitlabor, die auch ohne physische Teilnahme Schritt-für-Schritt die Basics vermittelt: https://raumzeitlabor.de/wiki/Löten_lernen

Als nächstes werde ich also mit Elektroschrott herumhantieren und das Handwerk üben. Danach werde ich wieder mit verschiedenen fertigen Kits arbeiten, dabei lernt eins nämlich ganz nebenbei, was Widerstände, Kondensatoren und Co. sind und tun sollen.

Ich habe ein bisschen Bezugsquellen für fertige Kits, die mehr oder weniger einsteigertauglich sind oder die mich für später mal interessieren, gesammelt:

Ich freu mich aufs Ausprobieren, Üben und Lernen. Habt ihr mehr Input, Tipps oder Must-Haves für EinsteigerInnen?

 

Update, 28.01.13

The awesum *___*

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Comic: Soldering is easy von Mitch Altman und Andie Nordgren, mit Übersetzungen in 18 Sprachen

Hier der komplette Comic als .pdf in der deutschen Version „Löten lernen ist einfach – so wirds gemacht“

8 thoughts on DIY – Löten lernen

  1. Bleihaltiges Lötzinn ist ziemlich ungesund, bleifreies ist da viel besser, aber etwas teurer.
    Vor allem Frauen sollten mit Blei sehr, sehr vorsichtig sein, weil sich Blei für lange Zeit ablagert und Eizellen und später vielleicht mal wachsende Babys schädigt.
    Deshalb ist bleihaltiges Lötzinn eigentlich auch verboten.
    Wenn sich das bleihaltige nicht vermeiden lässt, solltest du dabei nicht essen, nicht trinken und hinterher gründlich die Hände waschen.

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    1. Nicht-bleihaltiges Lötzinn ist nicht nur etwas teurer, sondern leider auch schwierigier zu verarbeiten. Die Lötstellen weisen schneller Defekte. Deswegen wird das von Viel-Lötern kaum verwendet.

      Beim Blei gibt es zwei Gefahrenquellen: Erstens Aufnahme über den Mund (Hände/Essen), zweitens die Dämpfe. Gegen die Dämpfe gibt es Absaugvorrichtungen. Gegen ersteres hilft eine gute Routine, nur mit einer Hand das Lötzinn zu berühren und sich den Hände zu waschen.

      Setzer in Druckereien musste übrigens vor nicht allzu langer Zeit noch jeden Tag einen Liter Milch trinken wegen der Bleilettern.

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      1. Der umstieg auf bleifreies Lötzinn fällt oft schwerer da diese ein anderes flussverhalten hat. Wenn allerdings von Anfang an mit bleifreiem zinn gearbeitet wird fällt dieser Umstand nicht auf. Zudem hat bleifreies Lötstellen teilweise andere Qualitätsmerkmale als bleihaltige. Beispielsweise matte lötstellen kein Mangel.

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      2. Und ein flussmittelstift ist eventuell auch empfehlens wert. Mit diesem lässt sich Flussmittel auftragen wenn das im Zinn vorhandene verdampft ist die Lötstelle aber noch nicht einwandfrei.

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    2. Der Siedepunkt von Blei liegt bei 1744 °C. Die übliche Temperatur beim Löten beträgt 380-420 °C. Eine Aufnahme über die Lunge ist deswegen auszuschließen. Abrieb an den Händen kann durch einfaches waschen entfernt werden.
      Bleifreies Lot hingegen benötigt höhere Arbeitstemperatur und braucht gleichzeitig aggressiveres Flussmittel (säurehaltig, in der Mitte des Lots).
      Gesundheitlich ist verbleites Zinn vorzuziehen, dazu kommen die wesentlich besseren Ergebnisse und die leichtere Verarbeitung.

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  2. Haendewaschen nach dem Loeten ist zu empfehlen, vom Verzehr ist abzuraten.
    Trotzdem wuerde ich immer bleihaltiges Zinn bevorzugen.
    Nach meiner Kenntnis reichen diese Massnahmen um eine uebermaessige Aufnahme von Blei zu vermeiden.
    Was ich beim Loeten von Hand tatsaechlich aufnehme, sind die Daempfe des Flussmittels. Diese sind fuer bleifreies Zinn meines Wissens nach ungesuender. Egal was ich loete, versuche ich wenn es laenger dauert gut zu lueften.
    Dazu ist bleihaltiges Zinn zum loeten lernen deutlich besser geeignet:
    Gute Loetstellen glaenzen, fehlerhafte sind matt und damit schnell zu identifizieren. Das Lot fliesst bei niedrigeren Temperaturen. Dadurch ist es nicht so schlimm wenn man zum ausbessern mal oefters erhitzen muss, auch das Flussmittel verdampft nicht so schnell. Wenn du anfaengst mit Elektroschrott zu hantieren entdeckst du da bestimmt Unterschiede.

    Ich mag die Entloetpumpe nicht so gerne, gerade bei SMD nutze ich gerne Entloetlitze.

    Viel Spass beim experimentieren 🙂

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  3. Oh, danke für die tollen Bausatz-Links 🙂 Ich war grade selbst auf der Suche, wo ich welche herbekomme.

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  4. Pingback: *istische Diskriminierungen überall – der Linkspam

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