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	<title>antiblog</title>
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		<title>Irgendwelche Hacker mögen immer irgendwie sexistisch sein können</title>
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		<comments>http://antiprodukt.de/irgendwelche-hacker-mogen-immer-irgendwie-sexistisch-sein-konnen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 May 2013 17:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Hackerspace]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Als aufmerksame/r Chefempörerin, Schwerpunkt Hacker-Kackscheiße Teil einer intergalaktischen Gemeinschaft von Lebewesen, habe ich die heutige neue Posse rund um das Berliner Hackspace/Vereinslokal c-base mit zunehmender Wut Interesse verfolgt. Was ist passiert? Kamila war so]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als aufmerksame/r <del>Chefempörerin, Schwerpunkt Hacker-Kackscheiße</del> Teil einer intergalaktischen Gemeinschaft von Lebewesen, habe ich die heutige neue Posse rund um das Berliner Hackspace/Vereinslokal <a href="http://c-base.org/">c-base</a> mit <del>zunehmender Wut</del> Interesse verfolgt.</p>
<p><strong><span id="more-898"></span>Was ist passiert?</strong></p>
<p><a href="https://twitter.com/kamilakepys">Kamila</a> war so mutig, mal <a href="http://ragekamila.wordpress.com/2013/05/22/der-lockruf-der-nerdschlampe-ich-hab-niemanden-angelockt/">aufzuschreiben</a>, welche Sprüche sie so vor Ort so zu hören bekommt und wie ihr als Frau immer wieder begegnet wird. Wir erinnern uns an die letzte Debatte rund um die base : <a title="Die Sache mit der Klotüre" href="http://antiprodukt.de/die-sache-mit-der-kloture/">Klotür, Vergewaltigungen im Umfeld der base, Kackscheiße</a>. Eigentlich Anzeichen dafür, dass da was echt schief läuft &#8211; erst recht, wenn mannn denn nun endlich die oft erwähnte (und als Beleg eingereichte!) Kackscheiße Punkt für Punkt protokolliert vorgesetzt bekommt. Und eigentlich ein Anlass dafür, mal ganz genau zu gucken, was denn da schief läuft und wie gegengesteuert werden kann.</p>
<p>Die unmittelbare, erste Reaktion seitens des <a href="https://vorstand.c-base.org/">Vorstands</a> sah jedoch so aus [weitere Entsprechende folgten]:</p>
<p>(1) Quelle: Mailingliste intern@c-base.org, (2) Vor Ort</p>
<blockquote><p>(1)</p>
<p>werte Mitreisendenm</p>
<p>Ich habe den Artikel gelesen und ich finde es bestürzend, dass diese<br />
Person die Öffentlichkeit sucht, bevor Sie damit zu den dafür<br />
existierenden Gremien geht. Wir haben den circle und wir haben den<br />
Vorstand. Wenn sich jemand unwohl fühlt und/oder zwischenmenschlich<br />
schlecht behandelt wird, dann ist erstmal der circle das zuständige<br />
Gremium. Wenn man die Öffentlichkeit durch den circle scheut, gibt es<br />
den Vorstand, der gerne auf Wunsch Dinge hinter verschlossener Tür<br />
diskutiert.</p>
<p>Wenn alle diese Maßnahmen unpassend erscheinen, haben wir Macro, der<br />
anbietet Konflikte zwischen Membern zu meditieren.</p>
<p>Ich bin wirklich sauer und enttäuscht, dass die Autorin alle diese Wege<br />
ignoriert hat und zuerst die Öffentlichkeit sucht, bevor sie versucht<br />
das Problem anders zu lösen. Das ist sehr schlechter Stil, wenn die<br />
helfenden Hände die es für solche Probleme gereicht werden ignoriert<br />
werden und man lieber zuerst der Öffentlichkeit erzählt was einem<br />
passiert ist.</p>
<p>Wir haben gut funktionierende Wege um Konflikte und Probleme zwischen<br />
Membern zu lösen &#8211; Diese Wege nicht zu gehen und stattdessen die c-base<br />
öffentlich zu diskreditieren ist meiner Meinung nach vereinsschädigendes<br />
Verhalten. Die Schaffung von Öffentlichkeit ist die letzte Maßnahme,<br />
wenn alles vorher nicht gegriffen hat, aber nicht die erste.</p>
<p>gruccfrequenccen<br />
ijon</p></blockquote>
<p><strong>Die Sauerei ist nicht, dass so etwas passiert. Die Sauerei ist, dass das öffentlich wird??</strong></p>
<p>Die interne Struktur ist sicherlich gut geeignet, um Fragen über Raumdeko, Anschaffungen, Matepreise zu beantworten. Zur Bekämpfung einer offensichtlich sexistischen Struktur taugt sie nicht &#8211; sie ist ja die Selbe. Die weitere Reaktion gestaltete sich dann u.a. (scherzhaft! HAHAH!) so:</p>
<p>(2)</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="xx-lc"><p>Gerade in der @<a href="https://twitter.com/cbase">cbase</a>: &#8220;Heut kommen nur Member rein, weil Shitstorm auf Twitter. Und dich hab ich aufm Kieker, weil du ne Frau bist.&#8221;</p>
<p>— Josi Bility (@josefine) <a href="https://twitter.com/josefine/status/337238849694621696">May 22, 2013</a></p></blockquote>
<p><em>(Wer weiteres Exemplarisches zur herrschenden (?) Kultur lesen möchte, möge sich die Kommentare bei Kamila reinziehen. Ansonsten empfehle ich Abstand zu nehmen).</em></p>
<p>Ihr trinkt da halt trotzdem gern Bier und überhaupt, Hacker sind ganz generell voll open minded und von Natur aus ja eh auch tolerant! Ihr seht da halt coole Leute und hey, ihr habt da echt schon viele tolle Abende verbracht! Ihr könnt ja nix ändern, wenn ihr nicht Teil davon seid! Das sind halt Einzelfälle, alles voll bedauerlich?</p>
<p>Das Problem ist kein spezifisches der c-base oder von Hackspaces. Das Problem herrscht überall dort, wo es mit der Diversität einer Gruppe nicht weit her ist und sich einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Diskriminierung entzogen wird. Weggeschaut, weggebissen, wegbagatellisiert, weggetrollt wurde lang genug.</p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=898&amp;md5=7a83c5dc3436ab1a19050c8f7aa42f16" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>There is no wrong way to be a feminist</title>
		<link>http://antiprodukt.de/there-is-no-wrong-way-to-be-a-feminist/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/there-is-no-wrong-way-to-be-a-feminist/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 09:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16.05.13 wurde das &#8220;Barbie Dreamhouse&#8221; in Berlin eröffnet, ein überdimensionales begehbares Puppenhaus in pink mit &#8220;Erlebniswelten&#8221; wie Rockstar oder Model, begehbaren Kleiderschränken, Barbie-Ausstellung uvm.. Zur Eröffnung protestierten vor Ort]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16.05.13 wurde das &#8220;<a href="http://barbiedreamhouse.com/">Barbie Dreamhouse</a>&#8221; in Berlin eröffnet, ein überdimensionales begehbares Puppenhaus in pink mit &#8220;Erlebniswelten&#8221; wie Rockstar oder Model, begehbaren Kleiderschränken, Barbie-Ausstellung uvm..</p>
<p>Zur Eröffnung protestierten vor Ort mehrere (feministische) Gruppen und Aktivist_innen. Warum der Protest gegen Barbie und die generelle &#8220;Pinkifizierung&#8221; kritisch gesehen werden sollte, schreibt <a href="http://maedchenmannschaft.net/maedchenmannschaft/#Charlott">Charlott</a>:<span id="more-888"></span></p>
<blockquote><p><a href="http://maedchenmannschaft.net/pretty-in-pink/">&#8220;Es werden durchweg Symbole und Dinge, die als “typisch weiblich” gelabelt sind, herabgesetzt.&#8221;</a></p></blockquote>
<p>Unter den Protestgruppen bei der Eröffnung des Dreamhouse war <a href="http://pinkstinks.de/">Pinkstinks</a>, die &#8220;eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen.&#8221; ist, die Linksjugend ['solid], die im Vorfeld mit ihrem <a href="http://dontdegradedebsdarling.wordpress.com/2013/04/24/wenn-solid-kreuzkolln-mal-eben-das-anti-sexistische-engagement-er_findet/">unmöglichen Flyer</a> auffiel, und <a href="http://femen.de/">Femen</a>, die mit &#8220;provokanten&#8221; Protestformen immer wieder <a href="http://maedchenmannschaft.net/tag/femen/">ins Klo greift</a>.</p>
<p>Femen protestierte diesmal nicht nur barbusig, sondern außerdem mit einer Barbiepuppe, die an ein Kreuz genagelt und in Brand gesteckt wurde. (<a href="https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/946927_335430579916684_1113379891_n.jpg">Foto</a>) Welche Metapher die Gruppe damit genau bedienen wollte, weiß vermutlich nur Femen. <a href="https://twitter.com/_accalmie">accalmie</a> bringt aber auf den Punkt, wie die Aktion gelesen werden kann: Hexenverbrennung, KKK-Ästhetik:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="xx-lc"><p>Ach, <a href="https://twitter.com/search/%23Femen">#Femen</a> &amp; <a href="https://twitter.com/search/%23PinkStinks">#PinkStinks</a> &#8211; KKK-Ästhetik/ &#8220;Hexenverbrennung&#8221; machen, das dann aber nur doof finden Wegen Der Kinder (TM) &#8211; you&#8217;re the worst.</p>
<p>— accalmie (@_accalmie) <a href="https://twitter.com/_accalmie/status/335309614142849024">May 17, 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pinkstinks veröffentlicht ein <a href="http://pinkstinks.de/das-drama-am-dreamhouse/">Statement</a>, in dem sie die Femen-Aktion kritisierte. Und greift dabei nicht unwesentlich auf Sexismen zurück. Diese Aspekte habe ich mal herausgegriffen:</p>
<blockquote>
<p dir="ltr">Und über diesen netten Interview-Marathon hätte die Presse sicherlich auch mehr berichtet, wenn nicht nach Schulschluss eine Femen-Aktivistin aufgetaucht und alles zerschossen hätte.</p>
</blockquote>
<p>Welchen Bezug hat der Schulschluss? Es wird nicht darauf eingegangen, ob die Aktivistin eine Schülerin war, es wird aber impliziert und ist wohl abwertend zu sehen (unerwachsen, unerfahren =&gt; <a href="https://highoncliches.wordpress.com/tag/adultismus/">Adultismus</a>).</p>
<blockquote><p>Klara Martens tauchte als Barbie auf, entblößte ihre perfekten Brüste („Life in plastic is not fantastic!“) und hielt ein brennendes Kreuz hoch.</p></blockquote>
<p>Wieso ist die Information relevant, dass ihre Brüste “perfekt” sind? Heißt “als Barbie auftauchen”, dass sie als “Barbie” verkleidet war oder ist es eine weitere wertende Äußerung ihres Äußeren?</p>
<blockquote><p>Es wirkte hysterisch, bestimmt auch nicht ungruselig für die Kinder. Sie bekam ihre Fotos, wurde abgeführt, ein Mann übernahm das brennende Kreuz von ihr und wurde von Mitarbeitern des Barbiehauses überwältigt.</p></blockquote>
<p>Hanhaiwen schreibt zu Hysterie <a href="http://hanhaiwen.wordpress.com/2013/01/29/angekommen-aber-nicht-ernst-genommen-aufschrei-in-den-medien/">&#8220;Ein Wort, das vom Altgriechischen hystera (ὑστἐρα) für Gebärmutter stammt. Und eine Krankheit bezeichnet, bei der Frauen die Gebärmutter in den Kopf wandert, wenn sie zu wenig Spermienzuführung durch heterosexuellen Sex haben. Der medizinische Begriff wurde 1952 begraben, das Konzept, schwierige Frauen mit dem Kampfbegriff für krank zu erklären, hat sich allerdings gehalten.&#8221;</a></p>
<p>Kann -eigentlich- als &#8220;feministisches Grundlagenwissen&#8221; gewertet werden.</p>
<blockquote><p>Auf ihrer Facebookseite sagen Femen, der Mann wäre von einer anderen Organisation gewesen – sehr freundlich, Femen. Mit „Organisation“ können ja nur Pinkstinks oder Occupy Barbie Dreamhouse-Gruppe der Linksjugend gemeint sein. Wir waren aber friedlich und artikuliert unterwegs, nicht randalierend.</p></blockquote>
<p>Die Aktivistinnen von Femen können sich scheinbar nicht “artikulieren”, sind also nicht in der Lage, sich zu verständigen? Der eigene Protest ist dagegen nicht so &#8220;wild&#8221; und total legitim.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr">Femen, kommt doch nächstes Mal mit. So ganz kollegial. Ihr dürft euch auch ausziehen.</p>
</blockquote>
<p>Den Femen-Aktivistinnen wird hier ganz großmütig gestattet, ihre Protestform, die Selbstbestimmung über ihre Körper und Nacktheit beinhaltet, anzuwenden. Darf als anmaßend und von oben herab gelesen werden.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr">Für Femen habe ich, als einer der letzten, sogar noch nach Hakenkreuzen in der Davidstraße und „Anti-Zionism“ an der Klagemauer die Fahne hoch gehalten: Kürzlich sagte ich öffentlich, Fehler seien menschlich, ich würde sogar Femen jederzeit eine neue Chance geben, weil man doch einfach über Dinge sprechen sollte.</p>
</blockquote>
<p dir="ltr">Hakenkreuze, Hitlergruß und Antisemitismus sind also okay, menschliche Fehler über die ja gesprochen werden kann. Den eigenen Protest “stören” und eine Barbie anzünden, da ist die Linie aber überschritten? Spielzeug verbrennen ist schlimmer als (ganz ähnliche) Nazisymbolik? Wegen den Kindern warats!</p>
<blockquote>
<p dir="ltr">Die gehen jetzt unter in einem Bild, das – traditionell weiblich – hysterisch wirkt, aggressiv (brennende Barbie) und primitiv. Wir gönnen euch jedes Limelight, Femen, darum geht es nicht. Ihr habt diesen Protest nur echt kaputt gemacht, denn euer Auftritt hat das Bild, das wir gezeichnet haben, brutal zerrissen.</p>
</blockquote>
<p dir="ltr">Oh wow. Die stereotypisieren sich ja selbst, die hysterischen Püppchen? Außerdem ist das unser Protest und ihr macht den kaputt.</p>
<p>Kritik auf allen Seiten und mehreren Ebenen ist angebracht. Aber antisexistisches Engagement, das mit Sexismus und/oder mehr als fragwürdiger Symbolik verteidigt wird, kann weg.</p>
<p><strong>Feminism, you are doing it wrong.</strong></p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=888&amp;md5=2188090cd91d5a22370d0af7050ac764" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die taz und ihre alten Säcke</title>
		<link>http://antiprodukt.de/die-taz-und-ihre-alten-sacke/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 14:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich freue mich sehr, dass felis den ersten Gastbeitrag auf antiprodukt.de liefert &#8211; und ganz besonders darüber, dass es ein nötiger Rant ist. Wie immer unter CC BY-NC-SA. _________________________________ In]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr"><em>Ich freue mich sehr, dass <a href="https://twitter.com/felis_blue">felis</a> den ersten Gastbeitrag auf antiprodukt.de liefert &#8211; und ganz besonders darüber, dass es ein nötiger Rant ist. Wie immer unter CC BY-NC-SA.<span style="color: #ff0000;"><br />
</span></em></p>
<p dir="ltr">_________________________________</p>
<p dir="ltr">In einem <a href="http://www.taz.de/Kolumne-Maenner/!115030/">Artikel</a> auf taz.de beweinte kürzlich Matthias Lohre herzzerreißend den schwindenden Status der alten Männer in unserer Gesellschaft und beklagte sich, dass alte Frauen es ja viel besser hätten.<span id="more-866"></span></p>
<p dir="ltr">Noch selten ist es mir bei einem Text (zumindest bei einem der taz) passiert, dass ich bei jedem, wirklich jedem einzelnen Satz nur den Kopf schütteln konnte und mich gefragt habe, wie ein Mensch in dieser Realität leben und trotzdem allen Ernstes einen solchen Unsinn von sich geben kann.</p>
<p dir="ltr">Beginnen wir mit seinem &#8211; wie er selbst schreibt &#8211; &#8220;schmissigen&#8221; Einstieg. Da stellt er erstmal unheimlich provokativ die These in den Raum, dass alte Frauen es gut haben, um uns dann zu erklären, er hätte &#8220;eine neue Form der Diskriminierung gefunden&#8221;, nämlich eine, die sich gegen alte Männer richtet. Das Wort &#8220;gefunden&#8221; könnte meiner Meinung nach in diesem Satz ebenso gut durch &#8220;erfunden&#8221; ersetzt werden, denn alles was er anschließend als Begründung seiner Aussage aufführt, ist eine Fiktion aus einer Welt, die dieser Herr sich zusammengebastelt hat, die mit unserer aber nicht viel gemeinsam hat. Wo sind sie denn, die diskriminierten alten Männer? In der Politik? In der Wirtschaft und an den Universitäten? In den Entscheidungsgremien der großen Medienkonzerne? Also überall da, wo Macht, Einfluss, Definitionshoheit und Meinungsbildung zuhause sind. Ja, doch, da ist ein deutliches Diskriminierungsmuster erkennbar! (Und ja, ich weiß: Unsere Bundeskanzlerin bildet selbstverständlich die Ausnahme. Aber das ist genau der Punkt. Sie ist eine Ausnahme der Regel.)</p>
<p dir="ltr">Wie begründet also Herr Lohre seine These des benachteiligten alten Mannes? Zunächst einmal meint er, Frauen würden im Sprachgebrauch nicht altern, sondern reifen. Dass dies ein Symptom davon ist, dass es für eine Frau unschicklich ist, alt zu sein, und daher auf weniger abwertend belegte Begriffe ausgewichen wird, kommt ihm wohl nicht in den Sinn.</p>
<p dir="ltr">Anschließend konstruiert er einen Zusammenhang zwischen dem Begriff &#8220;alter Sack&#8221; und den alternden Geschlechtsmerkmalen eines Mannes, was er &#8220;arg unfein&#8221; findet, während die Bezeichnung &#8220;alte Schachtel&#8221; für ihn offenbar &#8220;geradezu putzig&#8221; klingt. Ganz abgesehen davon, dass ich sein Empfinden von &#8220;putzig&#8221; nicht teile, lässt er dabei völlig außer Acht, dass der Begriff &#8220;Schachtel&#8221; ebenfalls <a href="http://books.google.de/books?id=Ycb9SgNnx_MC&amp;pg=PA140#v=onepage&amp;q&amp;f=false">eine Bezeichnung für die primären Geschlechtsorgane der Frau sein kann</a>.</p>
<p dir="ltr">Stattdessen glaubt er anscheinend, ein weiteres Indiz für seine These gefunden zu haben: Der Ausdruck &#8220;Fotze&#8221; für eine Frau - den er selbst höchst elegant umgeht - sei weniger gesellschaftstauglich, als &#8220;Sack&#8221; für einen Mann, obwohl sich doch beide aus Begriffen für die Geschlechtsorgane ableiten. Wieder verkennt er, dass der Grund dafür nicht mangelnder Respekt für den Mann ist. Im Gegenteil: Die Tatsache, dass ein Begriff für weibliche Geschlechtsorgane derart negativ konnotiert ist, lässt wohl eher darauf schließen, wie gering Weiblichkeit geschätzt wird.</p>
<p dir="ltr">Kommen wir zu Teil Zwei der Auslassungen und damit auch zu meiner Lieblingsstelle. Herr Lohre lamentiert, dass Männer, die “sexuelles Interesse an jüngeren Frauen zeigen”, besonders schlecht dastehen, während ältere Frauen ungestraft jungen Männern nachstellen und sich dabei “Cougar” nennen dürfen. Dass ich persönlich diese Einschätzung nicht teile &#8211; im Gegenteil habe ich eher den Eindruck, dass Paare die aus einem älteren Mann und einer jüngeren Frau bestehen, gesellschaftlich deutlich akzeptierter sind als umgekehrt &#8211; ist hier gar nicht der entscheidende Punkt. Der Punkt ist, dass die Machtstrukturen, auf die ich weiter oben schon eingegangen bin, dafür sorgen, dass &#8211; ja, verdammt! &#8211; ein alter Mann, der eine junge Frau angräbt, sehr genau darauf achten muss, ob er dabei eine Machtposition ausnutzt. Und sich im Zweifel auch gefallen lassen muss, dafür Kritik zu kassieren. Natürlich lassen sich Gegenbeispiele konstruieren, in denen eine Frau in einer Machtposition gegenüber einem Mann ist. Aber nochmal: im Allgemeinen haben die alten Männer in unserer Gesellschaft die Macht, der andere Fall ist die Ausnahme von der Regel.</p>
<p dir="ltr">Meine Kommentare zum restlichen Artikel, in dem Herr Lohre noch ein bisschen über die Testikel des Papstes fabuliert und jammert, dass er es so schlecht hat, weil er als Mann geboren wurde und sich das noch nichmal aussuchen konnte, erspare ich euch weitgehend.</p>
<p dir="ltr">Einen Abschnitt möchte ich aber noch der Rolle der taz in dieser ganzen Geschichte widmen. In einer <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2013/04/25/debatte-taz-lab-ines-pohl-jan-feddersen/">Stellungnahme</a> zu einem anderen (in nicht geringerem Maße schlechten) <a href="http://taz.de/Kolumne-Besser/!114947/">Artikel</a> schrieb kürzlich Ines Pohl, taz-Chefredakteurin, über den Daseinszweck der taz. Dort ist die Rede vom Grenzen austesten, davon Traditionen zu hinterfragen und “neue Denkräume zu betreten”, davon “neue Erkenntnisse zu gewinnen”. Nichts von alledem tut der Artikel von Herrn Lohre. Die Grenzen austesten, die strukturell zwischen den Geschlechtern herrschen? Nein. Die traditionellen Machtverhältnisse hinterfragen und womöglich gar kritisieren? Nein. Neue Denkräume? Was ist daran neu, dass ein Mann darüber jammert, dass angeblichen an seinem angestammten goldenen Thron gekratzt wird? Neue Erkenntnisse? Dass wir doch bitte den Hodensack des armen Papstes zufrieden lassen sollen? Oh come on&#8230; Wann, liebe taz, seid ihr so alt geworden? So reaktionär? So gewöhnlich?</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=866&amp;md5=7090474e8f5d1449a30afb9cb029ab0b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Terre des choc</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 09:57:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[Inhaltswarnung: Häusliche Gewalt] &#160; Der Verein terre des femmes (Menschenrechte für die Frau) hat mit Unterstützung der Agentur McCANN eine ganz toll kreative Promotion-Aktion ausgeheckt, um auf häusliche Gewalt gegenüber]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>[Inhaltswarnung: Häusliche Gewalt]</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Verein <a href="http://www.terre-des-femmes.de/">terre des femmes</a> (Menschenrechte für die Frau) hat mit Unterstützung der Agentur <a href="http://www.mccann.de/">McCAN</a>N eine ganz toll kreative Promotion-Aktion ausgeheckt, um auf häusliche Gewalt gegenüber Frauen aufmerksam zu machen.<span id="more-856"></span></p>
<p>Auf <a href="http://www.wuv.de/kampagnen/kampagnen_news/make_up_von_mccann_deckt_haeusliche_gewalt_auf">wuv.de</a> heißt es in einem Text, der vermutlich der PR-Meldung entlehnt wurde:</p>
<blockquote><p>Die Frauenrechtsorganisation baute (..) in Berlin einen Stand auf, an dem sich Frauen angeblich kostenlos schminken lassen konnten. Was sie nicht ahnten: Das eigens entwickelte Make-up &#8220;The Truth&#8221; von Terre des Femmes sollte nicht abdecken, sondern &#8220;aufdecken&#8221;. Statt einem schönen hautfarbenen Teint wurde ihnen ein blaues Auge verpasst</p></blockquote>
<p>Das Kampagnenvideo:<br />
<object width="500" height="281" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XeZMX53g7cI?hl=de_DE&amp;version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="281" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/XeZMX53g7cI?hl=de_DE&amp;version=3" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Der Verein schreibt auf seiner <a href="http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/haeusliche-gewalt/begriffsdefinition.html">Website</a>:</p>
<blockquote><p>Je nach Region sind zwischen 20 und 59 Prozent der weiblichen Weltbevölkerung Häuslicher Gewalt ausgesetzt. Auch in Deutschland gehören Misshandlungen durch den Ehemann oder Lebenspartner zum Alltag vieler Frauen</p></blockquote>
<p>Bei diesen Zahlen ist es offenbar unfassbar weit hergeholt, dass bei einer oder mehreren der im Rahmen der Promo geschminkten Frauen, um eine Betroffene handeln könnte, die von so einer &#8220;Überraschung&#8221; re-traumatisiert werden könnte?</p>
<p>Die Aktion ist auch dann höchst verstörend, falls dieser Fall nicht eingetreten ist. Hier wird gezielt auf den Schockeffekt gesetzt, was auch gar nicht bestritten wird &#8211; Werbewirksamkeit und so.</p>
<p>Die Kreatividee, die vom Stereotyp Schminke + Frauen = Profit ausgeht, und &#8220;aufdecken statt abdecken soll&#8221; offenbart nur, was dabei herauskommt, wenn Werber eine total fancy provokante Aktion mit sensiblen Themen angehen.</p>
<p>Nicht-<a title="Consent Culture – Clarified" href="http://antiprodukt.de/consent-culture-clarified/">Consentual</a> unwissende Frauen als Betroffene maskieren und sie spontan mit etwas &#8220;konfrontieren&#8221;, das für viele Frauen sowohl persönlich als auch im näheren Umfeld Alltag ist, um dann um Spenden zu bitten, ist nicht okay. Wieso werden mal wieder keine Täter angesprochen? Um Frauen zu zeigen &#8220;Hey, hier, das kann dir jederzeit passieren, gar nicht so unwahrscheinlich&#8221;?</p>
<p>Die Promotion macht was genau sichtbar? Häusliche Gewalt? Wohl kaum. Allerdings mal wieder die Feinsinnigkeit von Werbung und dass Vereine, die sich den Rechten von Betroffenen verschrieben haben, oft meilenweit entfernt von der Realität agieren.</p>
<p>Das Beschwerdeformular beim Deutschen Werberat findet sich <a href="http://www.werberat.de/beschwerdeformular">hier</a>.</p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=856&amp;md5=7758677e8aa49a121f5c27cfbcf73f71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Shore, Stein, Papier</title>
		<link>http://antiprodukt.de/shore-stein-papier/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/shore-stein-papier/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 10:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Die besten Dinge im Internet entdeckst du, wenn du nicht schlafen kannst. Und so hab ich mir gestern die halbe Nacht mit der großartigen YouTube-Miniserie &#8220;Shore Stein Papier&#8221; um die]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die besten Dinge im Internet entdeckst du, wenn du nicht schlafen kannst.<br />
Und so hab ich mir gestern die halbe Nacht mit der großartigen <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PLpr-NGsAGodEbDePSO3wivni39lgdLQjW"><strong>YouTube-Miniserie &#8220;Shore Stein Papier&#8221;</strong></a> um die Ohren geschlagen. (Danke, <a href="https://twitter.com/lsanoj">lsanoj</a>)</p>
<p><span id="more-849"></span>Die Serie behandelt in mittlerweile 60 Folgen</p>
<blockquote><p>Erzählungen aus einem Leben inmitten von Frühstücksblech und Affen, Kokarausch und Wahn, Beschaffungskriminalität und Drogendeals, Knastschlägerei und Flucht.</p></blockquote>
<p>Etwa 5 Minuten pro Folge erzählt ein Ex-Junkie von seinem Ex-Junkie-Leben. Dabei unterscheiden sich Darstellung, Inhalt und Aufbereitung wesentlich von sonstigen Drogen-Reportagen-Formaten:</p>
<p>Der sympathische Druffi von nebenan schiebt einen Laberfilm und fängt mit seiner Geschichte rund um Heroin, Beschaffungskriminalität, Familienprobleme und Szene ganz von vorne an. Das alles weit jenseits von Verteufelung von Drogen, Schrecksszenarien, Hoffnungslosigkeit oder Reue. Der Mensch weiß genau, wovon er redet und bläst dennoch nicht in das Horn von &#8220;Jetzt, wo ich ein geläuterter Mensch bin&#8230;&#8221;.</p>
<p>Die <a href="http://blogs.taz.de/drogerie/2013/02/12/shore-stein-papier/">taz schreibt</a>: &#8220;Nehmen wir an, er würde weder sich noch anderen etwas vormachen, aber auch nicht geläutert sein, sondern die damalige Begeisterung für Substanzen noch in guter Erinnerung haben&#8221;</p>
<p>Deshalb macht die Serie Spaß. Und ist in Punkto Drogenaufklärung ein Format, das durch Authentizität wirklich etwas vermittelt, das über &#8220;Drogen sind pfui&#8221; hinausgeht.</p>
<p><object width="560" height="315"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EGCANwIMXf8?hl=de_DE&amp;version=3&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/EGCANwIMXf8?hl=de_DE&amp;version=3&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=849&amp;md5=5458c624e85c60972cc51dae6ae1b568" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Rötel Riot</title>
		<link>http://antiprodukt.de/rotel-riot/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/rotel-riot/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 10:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Adultismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[selbstbestimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben habe ich mich auf Twitter gefragt: Wie gehen überhaupt die Zwangs-Rötelimpfungen bei Grundschülerinnen in der Schule klar? &#8220;Damit du später mal eine gesunde Wurfmaschine bist&#8221; — antiprodukt (@antiprodukt) February]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eben habe ich mich auf Twitter gefragt:</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>Wie gehen überhaupt die Zwangs-Rötelimpfungen bei Grundschülerinnen in der Schule klar? &#8220;Damit du später mal eine gesunde Wurfmaschine bist&#8221;</p>
<p>— antiprodukt (@antiprodukt) <a href="https://twitter.com/antiprodukt/status/299432073456922624">February 7, 2013</a></p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;">Es geht mir nicht darum, den Sinn von Impfungen in Frage zu stellen.</span></p>
<p>Die Kombi-Impfung gegen Masern &#8211; Mumps &#8211; Röteln (MMR) (und mittlerweile auch Windpocken) wird zumeist schon in frühen Jahren gegeben. (<a href="http://dgk.de/gesundheit/impfen-infektionskrankheiten/impfschutz-fuer.html">Infos zu Impfungen</a>) <br />
Sicherlich sind Zwangsimpfungen an Schulen, die ausschließlich Mädchen betreffen, weder Einzelfall noch die Regel. Aber sie kamen und kommen vor. Drei Punkte finde ich an dieser Praxis unmöglich:</p>
<p><em id="__mceDel"><span id="more-831"></span></em></p>
<p><strong>1. Selbstbestimmung, Adultismus und Information</strong></p>
<p>In der dritten Klasse wurden auf einmal alle Mädchen in einen dunklen Raum im Keller neben der Turnhalle gebracht um gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Röteln">Röteln</a> geimpft zu werden. Einfach so, nach der großen Pause. Uns hat niemand gesagt, warum und wieso nur die Mädchen. Ich fand damals schon, dass Leute nicht einfach so Dinge mit mir und meinem Körper tun dürfen und habe mich gewehrt und geweigert. Zwei Mädchen sind nach der Impfung im Klassenzimmer umgekippt. Das war alles mehr als gruselig.</p>
<p>Es gab keinen Informationsbrief an die Eltern, keine Informationen für uns, sondern das wurde einfach so durchgeführt, &#8220;damit eure Babys gesund auf die Welt kommen&#8221;. Meine Mutter hat sich schrecklich aufgeregt und fand gut, dass ich mich gewehrt habe. Ein paar Jahre später sind wir gemeinsam zum Kinderarzt gegangen, der mich in seiner Praxis geimpft hat. Das durfte ich selbst entscheiden. Ich empfinde als wesentlich, Kindern auf Grundlage fundierter Informationen ein Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper zu gewähren und sie ernst zu nehmen. [<a href="http://highoncliches.wordpress.com/2012/08/29/adultismus-wer-sind-die-bosen/">vgl. Adultismus</a>]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Reproduktionsgedanke</strong></p>
<p>So oder ähnlich wird die Impfung meist verargumentiert:</p>
<blockquote><p>Alle Mädchen sollten sich gegen Röteln impfen lassen, damit sie im gebärfähigen Alter keine Rötelnembryopathie zu fürchten brauchen, wenn sie schwanger werden.</p></blockquote>
<p>Heute werden an vielen Schulen alle Kinder gegen Röteln geimpft. Das ist ganz wesentlich, wenn es darum gehen soll, eine Krankheit auszurotten. Meistens werden aber nach wie vor nur Mädchen geimpft. Vor der Pubertät, damit sie und ihre Körper optimal auf ihre festgeschriebene und vordefinierte Rolle als Mutter vorbereitet werden.</p>
<p>Der Gedanke, der dem zugrunde liegt, <a href="http://feminismus101.de/sexuelle-objektifizierung/">objektifiziert</a> Mädchen von klein auf. Es geht nicht um die &#8220;Volksgesundheit&#8221; oder die Gesundheit der Mädchen &#8211; es geht allein um den zukünftigen Embryo. Dass Kinderkrankheiten (unter Umständen) besser ausgetragen werden sollten und eine Impfung in der zweiten oder dritten Klasse zumeist noch gar nicht notwendig ist, keine Voruntersuchungen stattfinden oder Antikörper getestet werden spricht dafür. Frauenkörper und Uteri scheinen der Gesellschaft zu gehören. So werden schon kleine Mädchen ihrem &#8220;natürlichen&#8221; Zweck, der Reproduktion, zugeführt. Völlig unabhängig von ihren Bedürfnissen, Träumen, Zielen und Wünschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Schulisches Umfeld</strong></p>
<p>Das schulische Umfeld muss sich dringend auch mit der Aufklärung zu gesundheitlichen Fragen befassen. Es ist aber nicht sein Zweck, auf die Körper der Kinder überzugreifen.</p>
<p>Ein Impfzwang, oder besser ein übergreifendes Angebot, für alle Kinder und alle wichtigen Impfungen kann diskutiert werden, Stichwort &#8220;Impfmüdigkeit&#8221;. Nichtsdestotrotz müssen alleine die Kinder und ihre Eltern entscheiden, ob, wann und wie geimpft wird. Es ist nicht die Aufgabe einer Bildungseinrichtung, korrektiv zu bevormunden. Schon alleine, weil bei &#8220;Fließband-Impfungen&#8221; kaum Allergien, Unverträglichkeiten und Co. berücksichtigt werden. Viele Kinder haben außerdem Angst vor Spritzen &#8211; mit einer Bezugsperson kann die gemildert werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Mein Körper gehört mir.</span> Egal, wie alt ich bin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ich habe kürzlich erst einen tollen Beitrag mit feministischer Perspektive zu den Impfungen gelesen, der mich stark inspiriert hat &#8211; ich finde ihn nicht mehr. Für Hinweise bin ich dankbar. </em></p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=831&amp;md5=e3e3a97ce066749d4bec2049d9c96bd3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>#Aufschrei und dann Stille?</title>
		<link>http://antiprodukt.de/aufschrei-und-dann-stille/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/aufschrei-und-dann-stille/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 11:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehrere Journalistinnen haben in den letzten Wochen über ihre alltäglichen sexistischen Erfahrungen geschrieben. Hier, hier und hier. Und damit ein Tabu gebrochen. Susanne Hartmann (W&#38;V) schreibt auf die Frage, wieso sie es nie thematisiert]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Journalistinnen haben in den letzten Wochen über ihre alltäglichen sexistischen Erfahrungen geschrieben. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/annett-meiritz-ueber-die-frauenfeindlichkeit-in-der-piratenpartei-a-877558.html">Hier,</a> <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/rainer-bruederle-der-spitze-kandidat-1959408.html">hier</a> und <a href="http://t.co/7dm1EBQF">hier</a>. Und damit ein Tabu gebrochen. Susanne Hartmann (W&amp;V) schreibt auf die Frage, wieso sie es nie thematisiert hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;Weil ich auch nicht darüber schreibe, dass ich nach dem Aufstehen Zähne putze. Sexuelle Belästigung war für mich so selbstverständlich geworden, dass das Thema irgendwann seine Relevanz, seinen &#8220;News-Wert&#8221;, verliert.&#8221;<span id="more-771"></span></p></blockquote>
<p>Sexismus, sexualisierte Übergriffe, Diskriminierung und Co. sind eine Alltäglichkeit, über die wir (Betroffenen) oft nicht mal weiter nachdenken. Darüber hinweggehen, weitermachen, abwinken, nicht so ernst nehmen, kannste nix machen, is halt so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit letzter Nacht wird die Timeline auf Twitter vom Hashtag <a href="https://twitter.com/search/realtime?q=%23aufschrei&amp;src=typd">#aufschrei</a> dominiert. Gut so! Gesammelt werden die Tweets <a href="http://sexismusimalltag.tumblr.com/">hier</a>. Hintergründe und Links gibts bei den <a href="http://femgeeks.de/wie-aufschrei-en/">Femgeeks</a>. Anonyme Schreie nimmt <a href="https://twitter.com/Haekelklub_SN/status/294759020017876992">Häkelklub</a> entgegen.</p>
<p>Eine wichtige, empowernde Aktion. Frauen* trauen sich, über ihre Erlebnisse zu schreiben, vielleicht zum ersten Mal überhaupt. Jetzt schon haben einige Massenmedien die Aktion aufgegriffen und berichten darüber. Die mutigen Frauen* auf Twitter und die Journalistinnen haben da definitiv was losgetreten. Viele Männer* in meiner Timeline zeigen sich &#8220;entsetzt&#8221; &#8220;traurig&#8221; &#8220;wütend&#8221; über die geschilderten &#8220;Einzelfälle&#8221; und <a href="https://twitter.com/search?q=%23scham&amp;src=typd">schämen</a> sich.</p>
<p><strong>Doch wie weiter?</strong> Das digitale Rauschen wird in den nächsten Tagen verebben. Viele Menschen fühlen sich von der Twitteraktion heftig <a title="Projektvorstellung: triggy" href="http://antiprodukt.de/projektvorstellung-triggy/">getriggert</a>, viele Berichte ist schwer auszuhalten. Diese Menschen sind damit allein. Bitte, seid aufmerksam und für die Betroffenen da.</p>
<p>Um die aktuelle Sensibilisierung konstruktiv zu nutzen, möchte ich euch, aber vor allem Männern, die sich als Unterstützer verstehen, einige Hilfestellungen aus meiner <a href="http://feminismus101.de/stoffsammlung/">Stoffsammlung</a> an die Hand geben, um in Zukunft mit Streetharassment, Sexismus und Co. besser oder überhaupt umzugehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6><strong>Grundlagen</strong></h6>
<p>- Verstehen, was <a href="http://feminismus101.de/was-ist-sexismus/">strukturelle Diskriminierung und Sexismus</a> ist</p>
<p>- <a href="http://feminismus101.de/male-privilege/">Männliche Privilegien</a> (Huch, so viele Einzelfälle!) reflektieren</p>
<p>- Aktiv <a href="http://feminismus101.de/consent-culture/">Consent</a> leben &#8211; <a href="http://highoncliches.wordpress.com/2013/01/19/consent-und-die-unterhosen-regel/">nicht nur im Bett.</a> <a href="http://antiprodukt.de/consent-culture-clarified/">Consent Culture Clarified,</a> <a href="http://defma.blogsport.de/material/">Materialsammlung</a></p>
<p>- Begreifen, dass &#8220;sogar wir in Deutschland&#8221; in einer <a href="http://feminismus101.de/rape-culture/">Rape Culture</a> leben, die Tabus um sexualisierte Gewalt und Belästigungen erst ermöglicht.</p>
<p>- Speak up: Teile deine Erfahrungen mit <a href="http://berlin.ihollaback.org/">Street Harassment </a>oder mit <a href="http://breitmachmacker.tumblr.com/">Breitmachmackern</a> im ÖPNV</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6><strong>Leitfäden</strong></h6>
<p>- <a href="http://highoncliches.wordpress.com/category/you-can-stop-re/">You can stop rape</a> (de)</p>
<p>- <a href="http://fugitivus.wordpress.com/lists/stuff-what-boys-can-do/">Stuff what Boys can do</a> (en)</p>
<p>- <a href="http://resistas.blogsport.eu/?page_id=115#1">Wenn du einer Grenzverletzung beschuldigt wurdest</a> (de)</p>
<p>- <a href="http://highoncliches.wordpress.com/2012/05/17/wie-verhalte-ich-mich-moglichst-nicht-wie-ein-arsch/">Wie verhalte ich mich möglichst nicht wie ein Arsch?</a> (de)</p>
<p>- <a href="http://unterstuetzerinneninfo.blogsport.de/">Infos für Unterstützer*innen bei sexualisierter Gewalt</a> (de)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6><strong>I&#8217;ve got your back</strong></h6>
<p><a href="www.livethegreendot.com">Original</a>, Deutsche Übersetzung übernommen von <a href="http://berlin.ihollaback.org/ive-got-your-back/">BerliniHollaback</a></p>
<p>Wir haben uns mit dem preisgekrönten „Bystander“ Programm Green Dot zusammengeschlossen, um Dir zu helfen bei Street Harassment erfolgreich einzugreifen.</p>
<p><strong>Was ist ein Green Dot und wie funktioniert es?</strong></p>
<p>Ein Green Dot ist schlicht der Moment in dem Du Dich bewusst <strong>sichtbar</strong> und <strong>aktiv </strong>gegen Street Harassment positionierst. Green Dot ermöglicht Dir zu zeigen, wie inakzeptabel Street Harassment ist und Du damit nicht einverstanden bist. Dadurch signalisierst Du Betroffenen von Belästigung, dass Du ihnen Rückhalt gibst („I’ve got your back“) und gleichzeitig allen anderen in Deinem Umfeld, dass Du erwartest das auch sie ihren Teil erfüllen, die Strassen sicherer zu machen</p>
<p>Street Harassment braucht Zwei Grundvoraussetzungen: 1) eine Person oder eine Gruppe, die sich entscheidet andere zu belästigen und 2) eine Gruppe von Zuschauer_innen, die nicht bereit ist einzugreifen. Wenn wir damit anfangen, Augenblicke der Untätigkeit mit Momenten des aktiven Handelns zu ersetzen, verwandeln wir unsere Vision von einem Leben ohne Street Harassment in Realität.</p>
<p>Wer nur daran denkt, wie schlimm Street Harassment ist, aber nichts dagegen tut wird nichts daran verändern. Sich gegen Belästigung zu positionieren ist die einzige Lösung. Sobald Du Dich engagiert hast, kannst Du Deine Geschichte auf berlin.ihollaback.org erzählen. Dadurch wirst Du andere Menschen dazu inspirieren, nicht passiv zu bleiben und Leuten, die schon Street Harassment erlebt haben, Mut machen.</p>
<p>Hier findest Du drei Schritte um vom aus eine_m inaktiven zu eine_m aktiven Bystander_in zu werden! (1) Merk Dir wie Street Harassment aussieht, (2) Denk über die Gründe nach, warum Du bisher inaktiv geblieben bist, (3) Wähle einen Green Dot aus, der für Dich am besten funktioniert!</p>
<p><strong>(1) Was du vielleicht manchmal mitbekommst…ähm, ist das Street Harassment?</strong></p>
<ul>
<li>Kommentare über das Aussehen, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, etc. einer Person</li>
<li>Vulgäre Gesten</li>
<li>Sexuell und explizite Kommentare (zum Beispiel, „Hey Baby, ich würde gern ein Stück von Dir haben“)</li>
<li>Angaffen</li>
<li>Nachpfeifen</li>
<li>Kuss-Geräusche</li>
<li>Jemanden verfolgen</li>
<li>sich vor jemandem entblößen</li>
<li>Jemanden den Weg blockieren</li>
<li>Begrabschen und sexualisierte Übergriffe (zum Beispiel, die Brust, den Po oder die Beine einer Person anfassen)</li>
<li>Masturbation in der Öffentlichkeit</li>
</ul>
<p><strong>(2) Oh je, oh je, das ist SCHRECKLICH…ich muss unbedingt was machen…aber…</strong></p>
<ul>
<li>Ich traue mich nicht/ich bin zu schüchtern</li>
<li>Ich weiß nicht, was ich tun soll</li>
<li>Ich will nicht, dass der Typ mich anfasst</li>
<li>Was, wenn keiner mir den Rücken stärkt?</li>
<li>Was, wenn ich mich irre?</li>
<li>Ich will nicht selbst angegriffen werden</li>
<li>Ich habe es eilig oder bin spät dran</li>
<li>Vielleicht bin ich der/die Einzige, der/die denkt, dass es unverschämt ist und die Betroffene findet es ok</li>
<li>Wenn ich was sage, meine Freunde werden mich für komisch halten</li>
<li>Mir gegenüber sitzt jemand total attraktives und der wird mich bestimmt niemals anquatschen, wenn ich jetzt einschreite</li>
<li>Ich muss jeden Tag hier vorbei laufen – vielleicht begegne ich denen nochmal</li>
<li>Niemand anderes macht was</li>
<li>Die sind viele und ich bin alleine</li>
<li>Wenn ich es der Polizei sage, vielleicht helfen auch die nicht</li>
<li>Ist meine Reaktion übertrieben?</li>
<li>Das ist mein Freund, der diese versauten Sachen sagt…</li>
</ul>
<p>Es kann super schwierig sein, einer Person den Rücken zu stärken, auch wenn wir es wirklich wollen. Die gute Nachricht ist, das macht Dich nicht zu einer schlechten Person – es macht Dich nur menschlich! Noch mehr gute Nachrichten (genau, es gibt mehr als nur eine) – egal, wie schwierig es scheint, es gibt immer etwas Machbares, womit auch Du Dich wohlfühlen wirst!</p>
<p><strong> (3) Die Badass-Bystander Moves</strong></p>
<p><strong>In dem Augenblick…</strong></p>
<p><strong>„Green Dots“ richten auf:</strong></p>
<ul>
<li>„Hey, hör auf „</li>
<li>Sag der Person, du rufst gleich die Polizei wenn…</li>
<li>„Alles klar!?“</li>
<li>Stell dich neben der angegriffenen Person damit die anderen wissen, sie sind nicht allein</li>
<li>Frag die betroffene Person, „nerven sie dich?“</li>
<li>Mach ein Foto mit deinem Mobiltelefon</li>
<li>Guck missbilligend in die Richtung der Belästiger</li>
<li> Schlag vor, mit den Betroffenen bei der nächsten Haltestelle/Station auszusteigen und zusammen mit dem nächsten Zug/Bus zu fahren</li>
<li>„Lass sie/ihn in Ruhe“</li>
<li>Lach nicht, mach nicht mit</li>
<li>Sag laut „iiiiii, eckelhaft!“</li>
<li>Sprich mit deinen Freunden darüber und sag warum du es total uncool findest</li>
<li>Frag die betroffene Person, ob du helfen kannst</li>
<li>Sag dem Belästiger, du hast Polizist_innen um die Ecke gesehen, nicht dass sie in Schwierigkeiten geraten, wenn sie nicht sofort aufhören…</li>
<li>Sag der betroffen Person, es war nicht ok, was passiert ist und es tut Dir Leid, dass es passiert ist.</li>
</ul>
<p><strong>Green Dots delegieren:</strong></p>
<ul>
<li>Ruf die Polizei</li>
<li>Brüll „Irgendjemand muss etwas machen“</li>
<li>Als Gruppe eingreifen, statt allein</li>
<li>Schick Freund_innen, die in der gleichen Bahn sind, eine SMS und bitte sie um Hilfe</li>
<li>Stell Augenkontakt mit anderen Zuschauer_innen her und frag sie, was ihr tun könntet</li>
</ul>
<p><strong>Green Dots zur Ablenkung:</strong></p>
<ul>
<li>Frag nach dem Weg</li>
<li>Biete der betroffenen Person Deinen Sitzplatz an</li>
<li>Starte einen Flashmob</li>
<li>Tue so als ob du das Target schon immer kanntest und sag „Ich habe überall nach Dir gesucht – schnell, die anderen warten schon auf uns“</li>
<li>Als Ablenkungsstrategie lass Deine Tasche auf den Boden knallen</li>
<li>„Aus Versehen“ den Kaffee verschütten</li>
</ul>
<p>*Anmerkung zu Deiner Sicherheit: Wir möchten in jedem Fall verhindern, dass Du dabei verletzt wirst, während Du einer anderen Person hilfst. Denk immer an Deine Sicherheit und ziehe Dinge in Betracht, die Dir diese Sicherheit ermöglichen (die Polizei rufen, andere Leute mobilisieren etc)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Und zuletzt: Tragt den Aufschrei auf die Straßen &#8211; am <a href="http://feminismus101.de/v-day-internationaler-aktionstag-gegen-gewalt-an-frauen-one-billion-rising/">14.02.13 ist der Internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=771&amp;md5=f82a2e6c7d55308fa07a4505c90bc6b5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>DIY &#8211; Löten lernen</title>
		<link>http://antiprodukt.de/diy-loten-lernen/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/diy-loten-lernen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2013 20:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem 29C3 habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben einen Lötkolben in der Hand gehalten. Erstmals habe ich auf dem CCCamp meine r0ket mit zwei LEDs gemoddet: &#160; &#160;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem <a title="29C3" href="http://antiprodukt.de/29c3/">29C3</a> habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben einen Lötkolben in der Hand gehalten. Erstmals habe ich auf dem <a href="http://events.ccc.de/camp/2011/">CCCamp</a> meine <a href="http://r0ket.badge.events.ccc.de/">r0ket</a> mit zwei LEDs gemoddet:<span id="more-758"></span></p>
<p><a href="http://antiprodukt.de/diy-loten-lernen/7d2384407b344e9dac7205432f38095d_7/" rel="attachment wp-att-760"><img class="alignleft size-medium wp-image-760" alt="7d2384407b344e9dac7205432f38095d_7" src="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2013/01/7d2384407b344e9dac7205432f38095d_7-300x300.jpg" width="300" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Auf dem Congress habe ich mir dann spontan einen <a href="https://raumzeitlabor.de/wiki/Hacklace">Hacklace</a> Bausatz besorgt und ihn mit erstaunlich wenig Hilfe (Danke &lt;3) und Nachbesserungen auch zum Laufen bekommen. Das war nicht nur ein ziemlich tolles und motivierendes Gefühl, vor allem hat mich die Arbeit mit meinen Händen tiefenentspannt und ich will mehr davon.</p>
<p>Auf einen Workshop auf dem Congress hatte ich zwar eigentlich viel Lust, der war aber so voll, dass alle Plätze in der Hardware-Hacking-Area belegt waren. Also hab ich beschlossen, das autodidaktisch anzugehen.</p>
<p>Zunächst habe ich mir eine Lötausrüstung für Anfängerbedürfnisse zugelegt, bestehend aus:</p>
<ul>
<li>Lötstation</li>
<li>Lötzinn</li>
<li>Helfende Hand</li>
<li>Entlötpumpe</li>
<li>Multimeter</li>
<li>Spitzzange</li>
<li>Seitenschneider</li>
</ul>
<p>Hier ein offener <a href="http://www.reichelt.de/?ACTION=20;AWKID=689812;PROVID=2084">Reichelt-Warenkorb</a> (Vielen Dank an <a href="http://twitter.com/lsanoj">Jonas</a>)</p>
<p>So, nun zum Praktischen. Ich bin absolut begeistert von der Dokumentation eines Löten-lern-Workshops vom <a href="http://www.raumzeitlabor.de">Raumzeitlabor</a>, die auch ohne physische Teilnahme Schritt-für-Schritt die Basics vermittelt: <a href="https://raumzeitlabor.de/wiki/Löten_lernen">https://raumzeitlabor.de/wiki/Löten_lernen</a></p>
<p>Als nächstes werde ich also mit Elektroschrott herumhantieren und das Handwerk üben. Danach werde ich wieder mit verschiedenen fertigen Kits arbeiten, dabei lernt eins nämlich ganz nebenbei, was Widerstände, Kondensatoren und Co. sind und tun sollen.</p>
<p>Ich habe ein bisschen Bezugsquellen für fertige Kits, die mehr oder weniger einsteigertauglich sind oder die mich für später mal interessieren, gesammelt:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.hackerspaceshop.com/electronics.html">Metalab Shop, Kits</a></li>
<li><a href="http://q-rai.de/?page_id=7">qrai, USB Moodlight</a></li>
<li><a href="http://www.watterott.com/de/Boards-Kits/Arduino/LoL-Shields  ">Watterott, LoL-Shields</a></li>
<li><a href="http://das-labor.org/wiki/Farb_Borg_3d">DasLabor, Farb-Borg</a></li>
<li><a href="http://www.conrad.de/ce/de/product/902766/Conrad-Retro-Spiel-Ping-Pong-Bausatz">Conrad, PingPong</a></li>
<li><a href="https://raumzeitlabor.de/wiki/Moodlamp">RZL, Moodlamp</a></li>
<li><a href="http://www.reichelt.de/Bausaetze-Module/2/index.html?;ACTION=2;LA=2;GROUPID=5725;SID=13UPcKJn8AAAIAABsocEY3a925b4c871c37368081f803826e9b8e">Reichelt, generell</a></li>
<li><a href="https://www.adafruit.com">Adafruit, generell</a></li>
<li><a href="http://www.pollin.de/shop/p/OTk4OTU4/Bausaetze_Module/Bausaetze.html?ts=72">Pollin, generell</a></li>
</ul>
<p>Ich freu mich aufs Ausprobieren, Üben und Lernen. Habt ihr mehr Input, Tipps oder Must-Haves für EinsteigerInnen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;" data-mce-mark="1">Update, 28.01.13</span></p>
<p>The awesum *___*<br />
<img src="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2013/01/FullSolderComic_EN_Page_1_resized.png" alt="Comic" /></p>
<p><a href="http://mightyohm.com/blog/2011/04/soldering-is-easy-comic-book/">Comic: Soldering is easy von Mitch Altman und Andie Nordgren</a>, mit Übersetzungen in 18 Sprachen</p>
<p>Hier der komplette <a href="http://mightyohm.com/files/soldercomic/translations/DE_SolderComic.pdf">Comic als .pdf</a> in der deutschen Version &#8220;Löten lernen ist einfach &#8211; so wirds gemacht&#8221;</p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=758&amp;md5=4b283c305a7b513bfcc4b6d441ed7313" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>29C3</title>
		<link>http://antiprodukt.de/29c3/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/29c3/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 14:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Awareness]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Notiz zu meiner Rolle bezüglich der Themen Awarenessteam, Flauscheria, policccy und Creeper Move Cards Ach, was regen wir uns dieser Tage auf. Alles kreist um &#8220;die&#8221; und &#8220;wir&#8221; und]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Notiz zu meiner Rolle bezüglich der Themen <a href="https://twitter.com/29C3Ateam">Awarenessteam</a>, <a href="http://flauscheria.org/">Flauscheria</a>, <a href="https://twitter.com/search?q=policccy&amp;src=typd">policccy</a> und <a href="http://creepermovecards.de/">Creeper Move Cards</a></p>
<p><span id="more-752"></span></p>
<p>Ach, was regen wir uns dieser Tage auf. Alles kreist um &#8220;die&#8221; und &#8220;wir&#8221; und Congresszerstörung und Hass und Trauer und Wut und Emotionen und wer-diffamiert-wen und und und..</p>
<p>Einige der Personen, die in der Flauscheria-Assembly auf dem 29C3 partizipiert haben, führen seit dem Congress durchgehend klärende Gespräche, andere haben sich ganz zurück gezogen.</p>
<p>Ich selbst stehe übrigens für unaufgeregte, sachliche Gespräche gerne zur Verfügung.</p>
<p>Zwei Personen aus der Gruppe haben &#8211; wie zuvor angekündigt &#8211; Creeper Move Cards mitgebracht und ausgegeben. Vermutlich hat in der Geschichte des Congresses kein anderes Communityprojekt mehr Aufregung, Massenmedien-Echo und Wellen verursacht. Selbst ein Frank Rieger und Felix von Leitner sehen sich bemüßigt, ihre persönliche Meinung zu dem Projekt mehr oder weniger langatmig auszuführen.</p>
<p>Wie schön, Aufmerksamkeit, Gedankenanstöße, Debatten!</p>
<p>Nachdem ich in diesem ganzen Spannungsfeld wiederholt adressiert werde, mag ich kurz meine persönliche Rolle erläutern, danach darf weiter verdreht werden.</p>
<p>Vor dem Congress habe ich herumgefragt, ob es ein Awareness-Team geben wird. Nachdem nichts zu hören war, habe ich mit einer Handvoll Menschen begonnen, entsprechende Planungen anzustoßen. Letztendlich hat sich die Orga entschieden, selbst ein Team zu stellen, was mich umso mehr gefreut hat, da eine enge Verzahnung mit der Congressorga für den Erfolg eines solchen Teams unbedingt notwendig ist. Im Vorfeld habe ich mit <a href="https://twitter.com/levampyre">lev</a>, die die Leitung übernommen hat ein langes Gespräch geführt und ihr Input an die Hand gegeben. Als Teammitglied wurde ich nicht angefragt. Wohl zu radikalfeministisch. Fand ich auch ok so, bekam eh den Eindruck, dass das Team auf einem Mediationsprinzip baut, das ich im Falle sexualisierter Gewalt und Co. mehr als fragwürdig finde.</p>
<p>An Tag 1 bat das Team dann zum Gespräch. Es ging um die Creeper Karten. Was ich dort sollte, was mir nicht so ganz klar, ist es doch gar nicht mein Projekt. Aber hey, Kommunikationsbereitschaft und so.</p>
<p>Über Twitter habe ich im Vorfeld zu einem offenen Treffen für Gender/Feminismus-Interessierte eingeladen. Auf einmal saßen wir mit 40-50 Personen in einem Raum, eigentlich ohne Agenda. Letzendlich haben wir viel über das Awareness-Team, die Policy und die Karten gesprochen und beschlossen, diesem Gespräch einen konstruktiven Workshop folgen zu lassen. Die Anwesenden fanden die Konzeption und Umsetzung von A-Team und Policy teilweise nicht so ganz gelungen, also machen statt motzen, geballte Kompetenz gab es vor Ort reichlich.</p>
<p>Das Workshop-Treffen wurde primär von <a href="https://twitter.com/philipsteffan">Philip</a> forciert (danke dafür). Ich habe dann in einem Pad zur Vorbereitung auf den Workshop Hintergrundinfos zusammengetragen.</p>
<p>All diese Vorarbeit habe ich nicht geleistet, weil ich denke, dass der CCC eine Kackveranstaltung ist, die &#8220;kaputt gemacht&#8221; gehört. Im Gegenteil. Unser Congress soll schöner werden. Und so.</p>
<p>Als dann an Tag 3, kurz vor dem Workshop ein Orga-Member damit ankam, die Assembly geschlossen rauswerfen zu wollen, mit Gewalt drohte und &#8220;verpisst euch von unserem Congress&#8221; rief, war für mich der Ofen aus. (Der Orga-Mensch hat sich im Nachgang schriftlich und ausführlich entschuldigt.) Ich nahm an dem Workshop nicht teil. Dafür wurde ich an mehreren Stellen kritisiert. Ich hatte Zeit investiert. Dann wollte ich keine Zeit mehr investieren, für einen Congress, der nicht meiner sein sollte. Nichtsdestotrotz haben sich 100 Menschen für eine konstruktive Auseinandersetzung zusammengefunden. Vermutlich einer der größten Workshops im Rahmen des Congresses. Weil das Thema wichtig ist &#8211; und nicht die An- oder Abwesenheit einzelner. Ich freue mich über die Debatte, die entstanden ist, auch, wenn sie momentan noch ziemlich wehtut.</p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=752&amp;md5=51171d2aebf11fbb4f4a90b1d698ddc3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Sache mit der Klotüre</title>
		<link>http://antiprodukt.de/die-sache-mit-der-kloture/</link>
		<comments>http://antiprodukt.de/die-sache-mit-der-kloture/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 11:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>antiprodukt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Hackerspace]]></category>
		<category><![CDATA[Rape Culture]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder schrieben in den vergangenen Monaten Besucher*innen der cbase, dass auf der Damentoilette ein Rapeculture Manga-Motiv stört und sie sich damit unwohl fühlen. [TW] Zu sehen war ein offenbar]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder schrieben in den vergangenen Monaten Besucher*innen der <a href="http://www.c-base.org/">cbase</a>, dass auf der Damentoilette ein <a title="Feminismus 101 – Teil 6 – Was ist Rapeculture?" href="http://antiprodukt.de/feminismus-101-teil-6-was-ist-rapeculture/">Rapeculture</a> Manga-Motiv stört und sie sich damit unwohl fühlen. <a href="http://v2px.crew.c-base.org/p/klotuer.jpg">[TW] Zu sehen war ein offenbar unfreiwillig entblößten Mädchen, das ihre Brüste zu verdecken versucht und überrascht/entsetzt dreinblickt.</a></p>
<p>Nachdem die Kritik sich häufte und sowohl <a href="http://twitter.com/lotterleben">@lotterleben</a> als auch <a href="http://twitter.com/carridwen">@carridwen</a>, <a href="http://twitter.com/42min42">@42min42</a> oder <a href="http://twitter.com/seeroiberjenny">@seeroiberjenn</a>y mehrmals das Thema anbrachten, befasste sich Anfang Oktober dann das interne Plenum der c-base mit der Gestaltung der Toilettentür.</p>
<p><span id="more-716"></span></p>
<p>Möglicherweise das Protokoll vom Circle, cbase 01.10.12, Auszüge:</p>
<blockquote><p>Anmerkung: &#8220;Symbiont&#8221; ist c-base Slang für das Alien-Lebewesen, das sich in den Rohrleitungen der Taumstation angesiedelt hat, und wird teilweise auch in Form von &#8220;den Symbionten besuchen&#8221; als Ausdruck fuer &#8220;auf die Toilette gehen&#8221; gebraucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>TOP 7. bild in der damen-toilette (jeedi)</p>
<p>(M)jeedi: es befindet sich ein als sexistisch auffassbares bild an einer der toilettentüren auf dem damenklo</p>
<p>(M)cven: die frauen sollten es unter sich klären, bitte mit der künstlerin (F)javelin eine lösung finden</p>
<p>(F)miramar: findet das bild nicht anstössig</p>
<p>(F)dazz: kann verstehen dass das bild bei menschen die in der vergangenheit in situationen waren stark negative emotionen auslöst, fand das bild anfangs auch nicht gut und schaut nun nicht hin, findet die lösung es mit der künstlering zu klären gut</p>
<p>(M)kristall: Die Gestaltung dieses Bereichs des symbionten ist durch die Damenschaft der c-base erfolgt, er sollte in diesem Rahmen weiterentwickelt werden.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>der Circle schlägt vor, dass die angesprochene Membergruppe sich selbstständig um die Lösung des Anstossen kümmert</p></blockquote>
<p>Zahlreiche Male ging das Thema wieder durch meine Timeline, immer wieder gab es Zusicherungen, da was zu machen und auch, das Thema nochmals bei einem Circletreffen anzubringen. Bis zum 18.11.12 passierte: Nichts.</p>
<p><em>Edit: Am 14.11. kam das Thema nach ausdrücklichem Wunsch von mir und anderen nochmal auf die TO des Circels. Das Protokoll liegt mir nicht vor. </em></p>
<p>Dann nahmen sich Besucher*innen und Member, die einen <a href="https://twitter.com/nienor86/status/269806699379060736">&#8220;sexistische Kackscheiße&#8221;-Aufkleber</a> <a href="http://twitter.com/42min42/status/269910324805775360">entfernt</a> sahen, der Sache an und überklebten das Motiv bis zur geplanten Umgestaltung durch die Künstlerin. Das sieht jetzt so aus:</p>
<p><a href="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/A78FzscCIAA4Vnz.jpg"><img class="alignleft  wp-image-717" title="A78FzscCIAA4Vnz" alt="" src="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/A78FzscCIAA4Vnz-300x224.jpg" width="200" height="240" /></a></p>
<p><a href="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/A7-RGTRCAAENIXS.jpg"><img class=" wp-image-718 alignnone" title="A7-RGTRCAAENIXS" alt="" src="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/A7-RGTRCAAENIXS-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Ist das Kunst? Sachbeschädigung?</p>
<p>Auf jeden Fall stinkt es einigen, für die die c-base ein Zuhause ist. Zurecht?</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Das Motiv aus einem Comic war dort seit Jahren drauf. Es wird plötzlich hochgekocht. Vermute andere, tieferliegende Probleme dahinter.</p>
<p>— Lars Weiler (@PylonC) <a href="https://twitter.com/PylonC/status/270108536409829376" data-datetime="2012-11-18T10:17:48+00:00">November 18, 2012</a></p></blockquote>
<p><script charset="utf-8" type="text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js"></script>Das war schon immer so, deshalb muss man<strong>™ </strong>sich doch nicht künstlich aufregen, wenn nach mehr als einem Monat nach offizieller Behandlung des Themas noch nichtmals ein Plakat oder sonstiges zur Überbrückung aufgehängt wurde. Ja, das Problem liegt tiefer. Rapeculture wird geduldet und als Problem der &#8220;weiblichen Member&#8221; abgetan. In anderem Kontext (Berichte von r*pe im c-base Umfeld und meine und Andreas Nachfragen) wurde verlautet:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>antiprodukt@<a href="https://twitter.com/realdeuterium">realdeuterium</a> Der Vorstand macht sich ein Bild und äußert sich dann. <a href="https://twitter.com/search/%23rapeculture">#rapeculture</a> wird aktiv bekämpft</p>
<p>— c-base e.V. (@cbase) <a href="https://twitter.com/cbase/status/253117390928367617" data-datetime="2012-10-02T13:01:03+00:00">Oktober 2, 2012</a></p></blockquote>
<p>Schade bloß, dass das bis dato nichts als Worte waren.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Wenn Kommunikation nicht mehr funktioniert, dann wird zerstört. Denkt mal drüber nach.</p>
<p>— Lars Weiler (@PylonC) <a href="https://twitter.com/PylonC/status/270105976869376000" data-datetime="2012-11-18T10:07:37+00:00">November 18, 2012</a></p></blockquote>
<p><strong>Wenn Kommunikation nicht mehr funktioniert, dann wird gehandelt</strong>. Ganz im Sinne von &#8220;der Circle schlägt vor, dass die angesprochene Membergruppe sich selbstständig um die Lösung des Anstossen kümmert&#8221;.</p>
<p><em>Edit: </em>Noch am selben Abend wurde die Türe sauber mit Folie bezogen. Ob es denn unbedingt Pink sein musste, kann nun diskutiert werden. Ich finde es allemal besser als den Status zuvor und die Farbe nicht per se problematisch.</p>
<p><a href="https://twitter.com/little_endian/status/270250702549422080/photo/1"><img class="size-medium wp-image-736 alignnone" title="A8AflQdCEAApuXW" alt="" src="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/A8AflQdCEAApuXW-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Abschließend bleibt zu sagen: &#8220;Sachbeschädigung&#8221; führte umgehend zu einer Reaktion (die Türe wurde sogar abmontiert und im Rahmen der <a href="http://blog.spackeria.org/2012/10/18/fahrplan-1-spackeriade-offentliche-daten-nutzen/">spack1</a> als außerplanmäßiges TO angesprochen und den Anwesenden präsentiert), ohne Plena, ohne Wartezeiten. Sexismus/Rape Culture kritisieren und um Änderung bitten, landet auf der langen Bank der müsste-mals.</p>
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<p><em>Update, 15.05.13</em></p>
<p>Ha, was haben wir für eine zynische, hackermäßige total witzige Lösung gefunden! Nach Monaten der Einlagerung darf das KunstwerkTM wieder im Damenklo bestaunt werden. Nicht fehlt dabei ein Seitenhieb auf <a title="Projektvorstellung: triggy" href="http://antiprodukt.de/projektvorstellung-triggy/">Triggerwarnungen</a>, an der Außenseite der Tür. Dieser geht völlig am Kernproblem vorbei &#8211; &#8220;Explicit Art&#8221; ist und war nie das Problem, sondern das Motiv und seine Implikationen. Charmant!</p>
<p><a href="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/BKUzCEJCEAAyTeR.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-884" alt="klotür" src="http://antiprodukt.de/wp-content/uploads/2012/11/BKUzCEJCEAAyTeR-300x223.jpg" width="300" height="223" /></a></p>
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<p style="text-align: left;"><a href="https://twitter.com/sofakante/status/334729857864962048">Quelle</a></p>
<p>Was sagen die anderen?</p>
<p><a href="https://twitter.com/klotuer">Die Klotür auf Twitter</a><br />
<a href="http://sofakante.wordpress.com/2012/11/19/eine-klotur/">&#8220;Eine Klotür&#8221; &#8211; Sofakante</a><br />
<a href="http://rainbowda.sh/2012/11/20/chronodynamik/">Sanitärkatalytische Temporaldynamik</a><br />
<a href="http://nonconform.noblogs.org/post/2012/11/20/kloturgate/">Klotürgate &#8211; noncomfortworld </a></p>
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<p><strong><em>Schnauze voll, Comments closed. </em></strong></p>
 <p><a href="http://antiprodukt.de/?flattrss_redirect&amp;id=716&amp;md5=50603510eff9363cb1ad8ab918d2b466" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://antiprodukt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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